Indonesien
August 3, 2014

Natur­spek­ta­kel und heroi­sche Duelle am Toba-See

Ein See, ein Haus und fer­tig ist die per­fekte Unter­kunft in Tuk-Tuk - ein klei­ner Ort auf der Vul­kan­in­sel Samo­sir im Nor­den von Suma­tra. Mit der Fähre in 40 Minu­ten vom Fest­land zu errei­chen. Funk­tio­nie­rende Geld­au­to­ma­ten gab es wäh­rend mei­nes Auf­ent­halts zwar nicht, dafür aber eine deut­sche Bäcke­rei direkt ums Eck, erfri­schend win­dige Tage auf einer Ter­rasse mit See­blick und WM-Spiele bis tief in die Nacht.

Unüber­seh­bar: Die gran­diose Land­schaft rund um den größ­ten Kra­ter­see der Welt. Vor gut 70 000 Jah­ren brach hier der Vul­kan Toba aus und riss einen rie­si­gen Kra­ter in die Umge­bung, der sich mit Was­ser füllte. Exper­ten spre­chen von der hef­tigs­ten Erup­tion seit zwei Mil­lio­nen Jah­ren. Die Tem­pe­ra­tur in der Atmo­sphäre kühlte sich um fünf Grad ab und löste einen „vul­ka­ni­schen Win­ter” aus - in etli­chen Erd­tei­len herrschte plötz­lich Eiszeit.

Rich­tig auf­ge­taut sind dage­gen heut­zu­tage die Men­schen auf der Insel. Locker geht es zu, viele Kin­der spie­len auf den Stra­ßen und Höfen, Hunde streu­nen herum. Geraucht wird an allen Ecken und Enden, und nicht immer nur Tabak. Legal sind sie zwar nicht, aber tole­riert wer­den sie: Magic Mushrooms - Pilze, die nicht nur wegen dem Geschmack geges­sen wer­den. Etli­che Restau­rants und Kioske wer­ben mit Schil­dern für die Zauberpilze.

Die Stra­ßen in Tuk-Tuk sind ihres Namens nicht wür­dig und erst etli­che Kilo­me­ter dorf­aus­wärts macht das Rol­ler­fah­ren rich­tig Spaß. Über­all sit­zen Frauen und Mäd­chen an den Stra­ßen­rän­dern und ver­kau­fen Man­gos. Die Män­ner hocken in gro­ßen Grup­pen auf Bam­bus­bän­ken der Warungs und las­sen den Nach­mit­tag Nach­mit­tag sein. Kilo­me­ter­lang pas­siert man zwi­schen grü­nen, steil auf­ra­gen­den Kra­ter­wän­den und blauem See­was­ser ein Dorf nach dem ande­ren. Den kom­plet­ten Über­blick gibt’s vom Rand der Kra­ter­hänge, zu errei­chen über mehr Off- als On-Road-Passagen, steil berg­auf füh­rend, immer ver­su­chend, wenigs­tens den größ­ten Stein­bro­cken auszuweichen.

Zurück am eige­nen Bun­ga­low wird dem Rau­schen der Bäume im Wind gelauscht, auf den Mond gewar­tet, der sich jeden Tag per­fekt vor den spitz zulau­fen­den Sat­tel­dä­chern der Batak-Häuser in Szene setzt oder eine Par­tie Tisch­ten­nis mit den Kin­dern der Gast­fa­mi­lie gespielt. Abends dann zum sechs­ten Mal in drei Tagen Mas­hed Pota­tos, immer mit dabei - ein frisch­ge­press­ter Orangen- oder Passion-Fruit-Saft.

Ein See, ein Haus und fer­tig ist die per­fekte Unter­kunft in Tuk-Tuk.

INFOR­MA­TIO­NEN UND TIPPS

- Ich habe die gesamte Zeit über im Liberta Home­stay über­nach­tet. Beim ers­ten (manch­mal wird anschei­nend vor­her noch eine Anle­ge­stelle ange­fah­ren) Stop aus­stei­gen. Den schma­len Teer­weg bis zur Straße lau­fen. Links abbie­gen und 200 Meter wei­ter auf das Ein­gangs­schild ach­ten. Super freund­li­ches Per­so­nal, schnel­les Wifi am Abend, Tisch­ten­nis­platte.
 
- Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Bun­ga­lows. Vorab buchen per Mail emp­foh­len. Für weni­ger als fünf Euro hat man dafür Dusche (manch­mal mit war­mem Was­ser), Klo, eige­ner klei­ner Ter­rasse und gro­ßem Zim­mer. Essen im Auf­ent­halts­be­reich mög­lich und gut.
 
- Motorroller-Leihe mög­lich, ver­han­deln bei län­ge­rer Mietdauer

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