Neuseeland
November 17, 2014

Stim­mungs­lage = Wet­ter­lage #NZL (8)

Ich bin abhängig.

Jetzt ist es raus.

Vom Wet­ter.

Und ich bin auf Entzug.

Weil es stän­dig regnet.

Regen ist mitt­ler­weile die Regel, nicht mehr die Aus­nahme. Die Nord­in­sel habe ich bis­her noch nicht ins Herz geschlos­sen. Was auch am Wet­ter lie­gen mag. Die Hälfte der Zeit war das bis­her schlicht gesagt unter aller Sau. Als ich im Ton­gar­iro Natio­nal Park ankam, schneite es sogar. Das wäre ja sogar groß­ar­tig, wenn denn auch irgend­wann danach Sonne fol­gen würde. Nur drei Stun­den blauer Him­mel soll­ten mir in drei Tagen zuste­hen und so musste ich außer einem ganz net­ten Spa­zier­gang zum Was­ser­fall alles andere auf Eis legen. Dabei hatte ich mich doch sogar pro­fes­sio­nell mit Steig­ei­sen aus­ge­rüs­tet, um eben die­sem Paroli zu bieten.

Geknickt ver­lies ich, ohne irgend­was gemacht zu haben, den Natio­nal­park. Die letz­ten hohen Berge in Neu­see­land. Zu schade.

In Taupo am See waren zumin­dest die Abende von nahezu wol­ken­lo­sem Him­mel geprägt. Vor­mit­tags schüt­tete es dage­gen immer wie­der. Ein paar damp­fende Geo­ther­mal­fel­der schaute ich mir an und ja, auch Fall­schirm­sprin­gen konnte ich am Ende doch noch. Nach­dem mein Sprung um 12 Uhr erst auf 13, dann auf 14 und 15 und schließ­lich auf 16 Uhr ver­legt wurde. Die Sicht war dann am Nach­mit­tag aber gran­dios, fast alle Wol­ken waren ver­schwun­den. Der kleine Flie­ger eng wie eine Sar­di­nen­büchse. So saßen wir auch ziem­lich gequetscht zu sechst plus jewei­li­gem Tand­em­part­ner in der Flugschachtel.

Aber irgend­wie passte die Gefühls­lage nach dem 40-sekündige Frei­fall in die momen­tane Stim­mungs­lage: So rich­tig vom Hocker geris­sen hat mich der Sprung ehr­lich gesagt nicht. Nie hätte ich gedacht, dass ich das so emp­fin­den würde. Klar, schon gut, keine Frage. Oft werde ich nicht mehr in vier Kilo­me­ter Höhe aus einem Flug­zeug sprin­gen. Ein Muss-man-mal-gemacht-haben-Ding. Aber noch immer bin ich am Über­le­gen, was denn jetzt genau anders war im Ver­gleich zum Bun­geejum­ping oder Canyon-Swing. Am nächs­ten Tag reg­nete es übri­gens wieder.




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